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Welche Folgeerkrankungen können bei Morbus Bechterew auftreten? Ein Überblick

Symbolbild Rheuma Hand

Neben Begleiterkrankungen, sogenannten Komorbiditäten, können als Folge von Morbus Bechterew auch sogenannte Folgeerkrankungen auftreten, die unmittelbar von der Grunderkrankung verursacht werden. Diesen Folgeerkrankungen kann man durch eine entsprechende Lebensführung, Therapietreue und regelmäßige Vorsorge zumindest teilweise vorbeugen. Wichtig ist hierfür jedoch ein erstes Grundverständnis für Beschwerden, bei denen man hellhörig werden sollte. Diese schauen wir uns im Folgenden konkreter an und gehen darauf ein, wann Du zu einem Arzt gehen solltest.

Entzündungen der Organe

Als systemische Erkrankung kann sich Morbus Bechterew auch auf die Organe auswirken. Dazu zählen unter anderem Lunge, Herz, Nieren oder das Nervensystem. Sollten bei Dir Probleme mit Herz, Nieren und Co. auftreten, solltest Du diese zeitnah ärztlich abklären und hierbei unbedingt den Morbus Bechterew als rheumatische Grunderkrankung erwähnen. So lassen sich frühzeitig Maßnahmen einleiten und Deine Medikation anpassen.

Osteoporose

Patientinnen und Patienten mit Morbus Bechterew erkranken insbesondere im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung häufig zusätzlich auch an Osteoporose. Bei dieser Knochenstoffwechselerkrankung kommt es zum Abbau der Knochensubstanz - die Dichte der Knochenmasse und damit die Stabilität der Knochen sinkt. Infolgedessen kann es zu schmerzhaften Knochenbrüchen kommen. Patienten mit Morbus Bechterew und anderen rheumatischen Krankheiten haben generell ein erhöhtes Risiko, eine Osteoporose zu entwickeln. Ob Dein Risiko erhöht ist kann auch mit Deinem Alter und Krankheitsstadium zusammenhängen. Für Informationen zu möglichen vorbeugenden Maßnahmen solltest Du bei deinem Arzt nachfragen.

Fibromyalgie

Viele von Morbus Bechterew betroffene Patienten entwickeln zusätzlich zu ihrer Grunderkrankung eine Fibromyalgie - wörtlich übersetzt "Faser-Muskel-Schmerz" - als Folgeerkrankung. Hierbei handelt es sich nach derzeitigem Wissensstand um eine Schmerzverarbeitungsstörung. Die Deutsche Schmerzgesellschaft nennt Rücken, Arme und Beine als häufig betroffene Körperregionen. Sogenannte tender-points - besonders häufig betroffene Muskelansätze - werden hier zur Diagnosestellung herangezogen. Da die Beschwerden meistens am ganzen Körper auftreten, kann man bei der Fibro entsprechend auch von Ganzkörperschmerzen sprechen. Sollten bei Dir Ganzkörperschmerzen auftauchen, solltest Du diese zeitnah abklären lassen, um eine mögliche Schmerztherapie rechtzeitig einzuleiten.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Patientinnen und Patienten mit Morbus Bechterew haben ein erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko, da die chronischen Entzündungen den gesamten Körper schwächen und daher auch Herz & Gefäße schädigen können. Weitere Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht oder erhöhte Blutfettwerte sollten daher minimiert sowie im Ernstfall rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind deshalb eine wichtige Maßnahme, um fit zu bleiben.

Krebserkrankungen

Darüber hinaus ist bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen wie dem Morbus Bechterew insbesondere das Risiko, an Knochenkrebs, Darmkrebs, Prostatakrebs oder Blutkrebs zu erkranken, erhöht. Dies heißt aber keinesfalls, dass diese Erkrankungen auch auftreten müssen. Dies ist sogar eher selten der Fall. Entsprechende Warnsignale sollten jedoch ernst genommen und frühzeitig abgeklärt werden.

Wichtig: Folgeerkrankungen können, müssen aber nicht auftreten

Wir wissen, dass all die verschiedenen Erkrankungen, die mit Morbus Bechterew einhergehen können, erst einmal ganz schön bedrohlich wirken und ein mulmiges Gefühl im Bauch hinterlassen. Umso wichtiger ist es, hier bei entsprechendem Verdacht frühzeitig zu reagieren. Weitere Tipps bei Morbus Bechterew findest Du in unserer digitalen Patientenschulung.

Zum Autor: Matthias Diener ist seit seinem 19. Lebensjahr von Rheuma betroffen. Als zertifizierter Patient Expert und Fachmann für digitale Gesundheit möchte er Wissen rund um rheumatische Erkrankungen patientenverständlich aufbereiten und Patienten bei dem Zugang zu digitalen Angeboten unterstützen.

Matthias Diener
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