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Ist Morbus Bechterew eine Autoimmunerkrankung? Eine Einordnung

Symbolbild Rheuma Hand

Autoimmunerkrankungen sind ein komplexes medizinisches Phänomen, das oft mit Missverständnissen und Verwirrung verbunden ist - so auch bei den verschiedenen Formen von Rheuma wie etwa der axialen Spondyloarthritis, allgemeinhin auch bekannt als Morbus Bechterew. Da viele Betroffene gerade zu Beginn ihrer Erkrankung den Begriff Autoimmunerkrankung nicht einordnen können, im Folgenden eine Einordnung.

Was sind Autoimmunerkrankungen?

Im Kern handelt es sich bei Autoimmunerkrankungen um Störungen des Immunsystems, durch die der Körper beginnt, eigene gesunde Zellen fälschlicherweise als Bedrohung wahrzunehmen und diese anzugreifen. Dies kann zu einer Vielzahl von Beschwerden und Erkrankungen führen, die Organe, Gelenke, Gewebe und sogar das gesamte System des Körpers betreffen können. Hierzu zählen Krankheiten wie Multiple Sklerose, Schuppenflechte, Morbus Chron und ein Großteil der bekannten rheumatischen Erkrankungen.

Warum ist Morbus Bechterew eine Autoimmunerkrankung?

Als Teil der entzündlich-rheumatischen Erkrankungen ist auch der Morbus Bechterew, wie bereits eingangs erwähnt, eine Autoimmunerkrankung. Die Erkrankung betrifft hauptsächlich die Wirbelsäule und die Gelenke, was zu Schmerzen, Steifheit und im Verlauf der Krankheit zu Versteifungen führen kann. Doch warum genau fällt Morbus Bechterew unter das Dach der Autoimmunerkrankungen?

Die Antwort liegt in der Funktionsweise des Immunsystems. Normalerweise ist das Immunsystem darauf spezialisiert, schädliche Eindringlinge wie Viren und Bakterien zu erkennen und zu bekämpfen, während es gesunde Zellen des Körpers verschont. Bei Menschen mit Morbus Bechterew kommt es jedoch zu einer fehlgeleiteten Reaktion des Immunsystems. Es erkennt fälschlicherweise bestimmte Proteine, insbesondere solche, die in den Gelenken und der Wirbelsäule vorkommen, als Bedrohung an und beginnt, diese anzugreifen.

Entzündungen als Reaktion auf eine sogenannte Autoimmunreaktion

Dieser Angriff löst eine Entzündungsreaktion aus, die letztendlich zu den charakteristischen Symptomen von Morbus Bechterew führt. Die Entzündung führt zu Schmerzen und Steifheit in den betroffenen Bereichen, was die Beweglichkeit einschränken kann. Im Verlauf der Erkrankung kann die Entzündung zu einem weiteren Problem führen: der Bildung von Knochenwucherungen, die zu einer Versteifung der Wirbelsäule führen können, was die Beweglichkeit weiter einschränkt.

Darum ist es wichtig, zu wissen, dass Morbus Bechterew eine Autoimmunerkrankung ist

Gerade zu Beginn der der Erkrankung können sich viele Betroffene und ihr Umfeld nicht erklären, was genau die Beschwerden und starken Schmerzen verursacht. So werden oft Fehlhaltungen, Probleme mit der Muskulatur oder sonstige externe Faktoren als Ursachen in Erwägung gezogen. Darüber hinaus erscheint es widersinnig, Tabletten und Spritzen wegen Rückenschmerzen einzunehmen Ein Verständnis für die systemische Ursache des Morbus Bechterew hilft hier, ein besseres Gefühl für die Erkrankung, Symptome und Begleiterkrankungen sowie die damit verbundene Behandlung zu entwickeln. Ein toller Schritt, um ein solches Verständnis aufzubauen, kann eine digitale Patientenschulung für Morbus Bechterew Patienten sein.

Zum Autor: Matthias Diener ist seit seinem 19. Lebensjahr von Rheuma betroffen. Als zertifizierter Patient Expert und Fachmann für digitale Gesundheit möchte er Wissen rund um rheumatische Erkrankungen patientenverständlich aufbereiten und Patienten bei dem Zugang zu digitalen Angeboten unterstützen.

Matthias Diener
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