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Ist Morbus Bechterew vererbbar? Zusammenhänge zwischen Genetik und Krankheitsrisiko

Symbolbild Rheuma Hand

Axiale Spondyloarthritis, besser bekannt als Morbus Bechterew, ist eine Form von Rheuma, die die Lebensqualität der Betroffenen stark beeinträchtigen kann. Eine häufig gestellte Frage bei Betroffenen ist hier während der eigenen Krankheitsbewältigung, aber auch vor dem Hintergrund der Familienplanung, ob Morbus Bechterew vererbbar ist. 

Welchen Stellenwert hat der Genmarker HLA B27 bei Morbus Bechterew?

Forscher haben festgestellt, dass bestimmte genetische Marker, insbesondere der HLA-B27-Genmarker, eng mit dem Auftreten von Morbus Bechterew verbunden sind.

Etwa 90%-95% aller bestätigten Morbus Bechterew-Fälle tragen den HLA-B27-Genmarker. Das bedeutet jedoch nicht, dass alle Menschen mit diesem Genmarker zwangsläufig an Morbus Bechterew erkranken werden. Tatsächlich bleibt der Großteil der Menschen mit HLA-B27-Genmarker von der Krankheit verschont. Dies verdeutlicht, dass die Vererbung des Genmarkers allein nicht ausreicht, um Morbus Bechterew zu entwickeln.

Gibt es eine familiäre Häufung von Morbus Bechterew?

In Familien, in denen Morbus Bechterew vorkommt, gibt es oft eine Häufung weiterer Fälle der Erkrankung. Dies legt nahe, dass es eine genetische Veranlagung gibt, die das Risiko erhöht, an Morbus Bechterew zu erkranken. Interessanterweise können die Krankheitsfälle in einer Familie von Generation zu Generation variieren. Es ist durchaus möglich, dass eine Generation von Morbus Bechterew verschont bleibt, während in einer anderen mehrere Personen betroffen sind.

Nicht die Erkrankung sondern eine Veranlagung kann vererbt werden

Es ist wichtig zu betonen, dass die Vererbung des HLA-B27-Genmarkers nicht die direkte Übertragung der Krankheit selbst bedeutet. Stattdessen wird nur das genetische Risiko weitergegeben, an Morbus Bechterew zu erkranken. Umweltfaktoren und andere genetische Variationen spielen ebenfalls eine Rolle bei der Entwicklung der Krankheit. Insgesamt ist Morbus Bechterew also nicht einfach nur eine vererbbare Krankheit, sondern eher eine komplexe Interaktion zwischen genetischer Veranlagung und Umweltfaktoren. Während die Vererbung eines bestimmten Genmarkers das Risiko erhöht, an Morbus Bechterew zu erkranken, ist es nicht der alleinige Faktor, der über das Schicksal einer Person entscheidet.

Morbus Bechterew und andere rheumatische Erkrankungen werden nicht zwangsläufig weitergegeben

Für Menschen mit einer Familiengeschichte von Morbus Bechterew oder anderen Autoimmunerkrankungen kann es beruhigend sein zu wissen, dass nicht jeder mit dem HLA-B27-Genmarker zwangsläufig erkranken wird. Dennoch ist es ratsam, sich der potenziellen Risiken bewusst zu sein und regelmäßige Untersuchungen durchzuführen, um die Krankheit frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Zum Autor: Matthias Diener ist seit seinem 19. Lebensjahr von Rheuma betroffen. Als zertifizierter Patient Expert und Fachmann für digitale Gesundheit möchte er Wissen rund um rheumatische Erkrankungen patientenverständlich aufbereiten und Patienten bei dem Zugang zu digitalen Angeboten unterstützen.

Matthias Diener
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