Wesensveränderung bei Rheuma: Das passiert mit der Psyche

Frau sitzt einsam am Steg eines Sees, Symbolbild für Wesensveränderung bei Rheuma

Rheuma ist ein Überbegriff für verschiedene chronische Erkrankungen wie die Rheumatoide Arthritis oder dem Morbus Bechterew, die vor allem mit Schmerzen und Bewegungseinschränkungen in Verbindung gebracht werden. Doch die Auswirkungen von Rheuma gehen weit über das Körperliche hinaus und können auch die Persönlichkeit der Betroffenen beeinflussen und von außen wahrgenommen zu Wesensveränderungen führen. In diesem Blogpost werfen wir einen Blick auf die emotionalen und psychischen Veränderungen, die Menschen mit Rheuma erleben können.

Welche Verbindung besteht bei Rheuma zwischen Körper und Seele?

Die chronischen Schmerzen und die ständige Müdigkeit, die mit Rheuma einhergehen, können das tägliche Leben stark beeinträchtigen. Diese körperlichen Belastungen führen häufig zu emotionalen Herausforderungen. Depressionen und Angstzustände sind bei Menschen mit Rheuma keine Seltenheit. Die ständige Auseinandersetzung mit Schmerzen und Einschränkungen kann zu einem Gefühl der Hoffnungslosigkeit und Frustration führen.

Welche Folgen kann Rheuma für das mentale Wohlbefinden haben?

Verlust von Unabhängigkeit

Viele Menschen mit Rheuma erleben einen Verlust ihrer Unabhängigkeit. Tätigkeiten, die früher selbstverständlich waren, wie das Anziehen, Kochen oder Einkaufen, können zu großen Herausforderungen werden und teilweise nur noch unter Hinzunahme von Hilfsmitteln durchgeführt werden. Diese Einschränkungen können das Selbstwertgefühl und das Selbstvertrauen erheblich beeinträchtigen. Das Gefühl, auf Hilfe angewiesen zu sein, kann zu Scham und Schuldgefühlen führen, was wiederum das emotionale Wohlbefinden belastet.

Soziale Isolation

Rheuma kann auch das soziale Leben stark beeinflussen. Aufgrund von Schmerzen und Müdigkeit ziehen sich viele Betroffene aus dem sozialen Leben zurück. Einladungen werden abgesagt, Hobbys aufgegeben und Treffen mit Freunden seltener. Diese soziale Isolation kann zu Einsamkeit führen und die psychische Gesundheit weiter verschlechtern. Der Rückzug aus dem sozialen Leben verstärkt oft das Gefühl, unverstanden und allein zu sein.

Veränderungen der Persönlichkeit

Die ständigen Schmerzen und die damit verbundenen Einschränkungen können auch das Verhalten und die Persönlichkeit verändern. Menschen, die zuvor fröhlich und optimistisch waren, können gereizt, ängstlich oder zurückgezogen werden. Die ständige Belastung durch die Krankheit kann dazu führen, dass die Betroffenen schneller frustriert oder verärgert reagieren. Diese Veränderungen können sich auch auf die Beziehungen zu Familie und Freunden auswirken, was die soziale Isolation weiter verstärken kann.

Was kann ich als Patient tun, um besser mit den mentalen Folgen von Rheuma umzugehen?

Offene Kommunikation

Sprich offen über Deine Gefühle und Herausforderungen mit Freunden, Familie oder einem Therapeuten. Das Teilen von Gedanken und Sorgen kann helfen, die emotionale Last zu verringern, auch wenn die Themen rund um Deine Erkrankung Dir vielleicht zunächst unangenehm erscheinen.

Selbstfürsorge

Nimm Dir Zeit für Dich selbst und tue Dinge, die DirFreude bereiten und Entspannung bringen. Kleine Aktivitäten wie Lesen, Musik hören oder Spazierengehen können das Wohlbefinden steigern.

Soziale Unterstützung

Tritt Selbsthilfegruppen bei oder suche den Kontakt zu anderen Betroffenen über Online-Foren oder Social Media. Der Austausch mit Menschen, die ähnliche Erfahrungen machen, kann sehr tröstlich und stärkend sein.

Professionelle Hilfe

Scheue Dich nicht, professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Psychologen und Therapeuten können Dir dabei helfen, mit den emotionalen und psychischen Belastungen Deiner rheumatischen Erkrankung besser umzugehen.

Fazit: Mentale Belastung bei Rheuma ein Thema, das mitgedacht werden sollte

Rheuma betrifft nicht nur den Körper, sondern auch die Seele. Die emotionalen und psychischen Veränderungen, die mit der Krankheit einhergehen, sind ein wichtiger Aspekt, der oft übersehen wird. Indem wir uns dieser Herausforderung bewusst werden und aktiv nach Unterstützung suchen, können wir besser mit den Auswirkungen umgehen und die Lebensqualität verbessern. Es ist wichtig, offen über diese Themen zu sprechen und Hilfe anzunehmen, um die emotionalen und psychischen Belastungen zu bewältigen.

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